Es nieselt, es ist kalt, es ist grau – wir, die Schüler der 9a, frieren. Kaum vorstellbar, dass Menschen in dünner Häftlingskleidung hier stundenlang strammstehen mussten. Eine dreckige Tasse, ein schmutziger Holzboden in der Baracke, ein gestohlenes Brot und alle mussten raus in die Kälte. Nicht wenige sind dabei umgekippt und für immer liegen geblieben.

Von den 200 000 Menschen, die von 1933 bis 45 hier im Konzentrationslager Dachau inhaftiert waren, haben 40 000 die Tortur nicht überlebt. Schwule, Zigeuner, Sinti und Roma, Prister, Kriminelle, Juden, Politiker aller Couleur – ein bunter Querschnitt durch die Gesellschaft wurde hier für die deutsche Herrenrasse zum Arbeitsdienst gezwungen.

Als die Amerikaner im April 1945 das Lager befreiten, bot sich ihnen einen unvorstellbares Bild des Grauens! Beim Öffnen der Türen eines abgestellten Zuges, purzelten ihnen die Leichen entgegen. Berge unverbrannter Toter waren neben dem Krematorium aufgebahrt. Überall auf dem Gelände – tote und ausgemergelte Gestalten.

Wer zu Kriegsende nicht zum Sterben auf einen der vielen Todesmärsche geschickt worden war und das Lager überlebt hat, konnte sich glücklich schätzen. Allerdings sind auch noch viele Lagerinsassen an den Folgen der Misshandlungen und der Unterernährung kurz nach dem Ende der Kampfhandlungen gestorben.


 

Nach unserem Besuch haben die Schüler Aufsätze geschrieben, von denen einige hier veröffentlicht werden!

Konzentrationslager – Gedenkstätte Dachau

 Am Montag, den 26.11.2018, waren wir in Dachau und haben einen Rundgang durch das KZ gemacht. Als erstes muss man sagen, dass der 2. Weltkrieg an sich ein sehr spannendes und interessantes Thema ist, allerdings kein schönes oder lustiges über das man lachen kann.

 Als die Referentin uns alles gezeigt und erzählt hat, haben wir Bilder aus dem KZ gesehen und auch wie die Leute gefoltert worden sind. Wir haben ihre Betten gesehen, die sogenannten Baracken, in der über 2000 Menschen schlafen mussten, das sind ungefähr viermal so viele, wie in unserer Schule. Die Leute auf den Bildern haben ungefähr 30-35 Kg gewogen, da sie sehr hart arbeiten mussten und nicht viel zum Essen hatten. Wenn sie am Abend zuvor nichts mehr von ihrem VERDORBENEN Brot übrig hatten, gab es nichts zu essen, es sei denn ein anderer Gefangener hat mit ihnen geteilt. Sobald sie etwas falsch gemacht haben oder zu langsam gearbeitet haben wurden sie geschlagen oder ausgepeitscht. Teilweise sind sie Gefangenen während der Arbeit einfach umgefallen und liegen geblieben oder gestorben. Zum Anziehen hatten sie so etwas wie Häftlingskleidung und nichts zum Umziehen falls eine dreckig geworden ist oder nass war.

 Am 29. April 1949 kamen die Amerikaner, um die Überlebenden zu befreien, und haben schreckliche Sachen gesehen. Als sie den Zug öffneten kamen ihnen die Verstorbenen schon fast entgegen.

 Ich wusste vor dem Rundgang was damals Schlimmes passiert war, die die ganzen Bilder zu sehen und es sich nochmal besser vorzustellen war schon was Anderes und ich glaube uns alle hat es ziemlich getroffen. Niemand hat verdient so behandelt zu werden oder so leben zu müssen! So viele Menschen haben ihr Leben verloren für nichts, unschuldige Männer, Frauen und Kinder. Es sind ungefähr 40.000 Menschen in dem KZ-Dachau ums Leben gekommen. Ihre Leichen wurden damals, in der Zeit, eiskalt verbrannt und zusammen mit anderen verteilt, ohne sie zu ehren.

Vanessa 9a


 KZ Gedenkstätte Dachau

 

Als wir gestern zu Besuch im Konzentrationslager Dachau waren, haben wir eine Menge Gebäude erkundet.

 Schon als wir reingelaufen sind kam uns das Tor entgegen, auf dem der Satz stand: „Arbeit macht frei“. Das war ein Spruch, der die Arbeiter entmutigt hat, denn die meisten bekamen die Freiheit nicht mehr zu Gesicht.

 Im ehemaligen Wirtschaftsgebäude, sahen wir die Spinde der Arbeiter und ihre Kleidung. Es wurde uns erzählt, wer alles eingesperrt worden war: Die Schwulen (denn es gab nur Männer und Jungen in dem KZ), Zeugen Jehovas, Berufsverbrecher, Kriminelle, Juden, usw.. Die bekamen jeweils Sterne an die Kleidung.

Als nächstes sahen wir noch die Peitschen und den Tisch dazu. Wir sahen dort auch einen Film, in dem vorkam, wie die Menschen am Verhungern gestorben sind und die Befreiung am 29.April der Amerikaner und was sie als erstes im Zug sahen, als sie ankamen: Leichen die ausgehungert waren und übereinander lagen.

Als wir wieder draußen waren sind wir direkt zu den Zellen gegangen, dort sahen wir kleine Räume, die nicht einmal ein anständiges Fenster hatten. Der Raum, die Zelle, war dunkel und feucht.

Wir sind danach wieder raus und zu den Baracken. Nicht vorzustellen dass in diesen Kästen mit Stroh über 31.000 Leute schlafen mussten. Um 4:00 Uhr mussten sie allerdings auch wieder aufstehen – sie hatten nur 6 Stunden Schlaf. Dann mussten sie direkt zum Appellplatz, ein großer Platz auf dem sie sich gerade hinstellen mussten und sich nicht bewegen durften, bei Wind und Wetter, bis der letzte auf dem Platz stand und die Arbeit losging. Der Fußboden bei den Baracken war das Heiligtum! Er durfte nur barfuß oder mit Socken betreten werden. Wurde nur ein Fleck gesehen, auch bei dem Geschirr, wenn nur ein Wassertropfen zu sehen war, konnten sie dafür „eine Stunde Baum“ bekommen. Die Häftlinge bezeichneten es als „hängen“, was so viel hieß wie: Die Häftlinge wurden mit den Händen auf dem Rücken kopfüber aufhängt. Dort war eine Tabelle auf der stand wie viel und wo die Häftlinge untergebracht waren. Wir gingen dann zu den angeblich ungenutzten Gaskammern. Dort haben manche Leute die Duschköpfe als Souvenir rausgeschraubt. An diesem Platz, an dem wir waren, gibt es auch die Verbrennungsöfen (das Krematorium) zu sehen. Danach gingen wir auch direkt zum Bus.

 Meine Meinung dazu und vor allem die Fragen waren: Wie konnten die Wärter so etwas durchziehen? Haben sie sich nicht geschämt?

 

Merle 9a

 


KZ Gedenkstätte Dachau

 

Am 26.11.2018 besuchten wir das KZ Dachau. Wir hatten eine Referentin, die uns an der Information abgeholt hat. Von dort aus gingen wir dann ins Gelände rein. Dann erklärte sie uns, dass das riesige Übungsgelände der SS nicht mehr zu besichtigen ist, weil dort die Bereitschaftspolizei ihre Gebäude hat. Anschließend sind wir weiter gelaufen zum Eingang des Lagers. An der Pforte war ein Tor, worauf stand:, „Arbeit macht frei.“ An dem Portal blieben wir stehen und sie erzählte uns, dass das Tor geklaut worden war von Neonazis, und dass das jetzige nicht das Original ist. Kurz darauf sind wir in das Verwaltungsgebäude gegangen und haben uns das Museum angeschaut, in dem sehr interessante Sachen waren. In diesem Gebäude war die Aufnahmestelle bei der die Häftlinge registriert und kontrolliert worden sind. Hier mussten sie sich auch umziehen und erhielten die typische Lagerkleidung. In dem Museum gab es einen kurzen Film, der zeigte wie die Amerikaner das KZ befreiten. Dort haben sie einen Zug geöffnet und das Gefährt war voller Leichen. In diesem Haus war auch ein Duschraum, aus dem auch wirklich Wasser kam. Danach sind wir in den Bunker gegangen, also in das Gefängnis. Dort waren sehr viele Zellen. Es gab in den Räumen eine Heizung, aber die konnte nur von außen angeschaltet werden, also wurden sie nie benützt. Etwas später sind wir auf den Appellplatz gegangen und haben eine Baracke besucht. Wir haben uns die Betten, die Toiletten und den Waschraum angeschaut. Danach sind wir die KZ-Straße entlanggelaufen und haben am Denkmal der Katholiken aufeinander gewartet. Und dieses Gefühl war so komisch, ich hatte Gänsehaut, weil ich daran denken musste wie die Häftlinge hier liefen! Kurz darauf sind wir zum Krematorium gelaufen. Mir wurde ganz anders, als ich das gesehen habe: Zuerst das kleine Krematorium und danach das große mit der Gaskammer, das war wirklich schlimm, weil ich immer an die Menschen denken musste, wie viele Menschen dort ermordet und verbrannt worden sind. Dann sind wir zurückgelaufen, haben uns von unserer Referentin verabschiedet und sind mit dem Bus wieder nachhause gefahren.

 Lukas 9a

-A

 

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